Die direkte Demokratie ist in der Schweiz wie in keinem anderen Land ein zentraler Bestandteil der politischen Kultur. Es erstaunt daher, dass ihre Entstehung und Entwicklung bisher kein zentrales Forschungsthema der Geschichtswissenschaft darstellt. Um diese Forschungslücken zu schliessen, wurde das wissenschaftliche „Forschungsinstitut direkte Demokratie“ gegründet.

Am Anfang stand das im September 2006 vom Institutsleiter Dr. phil. René Roca gegründete „Forum zur Erforschung der direkten Demokratie“. Im Sinne der Vernetzung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern organisierte er regelmässige Arbeitstreffen. Diese Kolloquien arbeiteten den Stand der Demokratieforschung auf, förderten den interdisziplinären Austausch und unterstützten Forschungsprojekte. In dieselbe Richtung zielte die von Roca zusammen mit dem Zentrum für Demokratie (ZDA) am 9. und 10. September 2010 organisierte wissenschaftliche Konferenz unter dem Titel „Wege zur direkten Demokratie in den schweizerischen Kantonen“. Mittlerweile liegt dazu ein Tagungsband vor.

Das neu gegründete Institut will an das bisher Geleistete anschliessen. Das Thema der direkten Demokratie soll weiter systematisch aufgearbeitet werden; daneben wird das Institut im Bereich Beratung tätig sein und Veranstaltungen sowie Vorträge über die direkte Demokratie organisieren.

 

Dr. phil. René Roca